TextilchemikerIn

Berufsfeld: Chemie/Kunststoff

Ausbildungsdauer:

3,5 Jahre

Einstiegsgehalt

1.550 €

nach der Ausbildung
Textilchemikerin - TextilchemikerInShutterstock

Lehrlingsentschädigung

1. Lehrjahr: € 695,–bis€ 733,– (brutto)
2. Lehrjahr: € 860,–bis€ 893,– (brutto)
3. Lehrjahr: € 1.006,–bis€ 1.135,– (brutto)

Bekleidung soll weich und farbig, Brandschutzanzüge sollen schwer entflammbar, wetterfeste Oberbekleidung soll wasser- und windundurchlässig sein. Um diese Ansprüche zu erfüllen, bleichen, färben und appretieren (= mit Glanz und Festigkeit versehen) TextilchemikerInnen natürliche, künstliche und synthetische Textilfasern, Garne und Gewebe und bedrucken sie mit verschiedenen Textildruckverfahren. Sie richten die Maschinen ein, setzen Behandlungslösungen und Färbebäder an, steuern die Apparate, Kontroll- und Messgeräte und überwachen den Veredelungsprozess.

TextilchemikerInnen arbeiten in Betrieben der Textilindustrie im Team mit ihren KollegInnen sowie mit Fachkräften im Bereich Textiltechnik und Chemie.

WICHTIGE AUSBILDUNGSINHALTE:

  • Mischungen und Pasten zum Bleichen und Färben textiler Rohmaterialien und zum Bearbeiten der Eigenschaften wie Glanz und Festigkeit ansetzen
  • rechnergestützte Maschinen und Anlagen rüsten, bedienen und warten, Produktionsprozesse kontrollieren und optimieren
  • Farblösungen aus Farbstoffen und anderen chemischen Zusätzen herstellen, die Farblösung in die Färbemaschine einfüllen und die Lösung erhitzen
  • naturfarbene oder gebleichte Stoffe in Färbemaschinen mittels Auszieh- oder  Foulardverfahren färben, den Färbevorgang überwachen
  • die Farbe durch Dampf, Hitze und  Chemikalien fixieren
  • Stoffe zum  Appretieren und Trocknen weiterleiten
  • die Appreturlösung mischen, die Mischung in den Tank des "Foulards" (Arbeiten an der Foulardmaschine) füllen
  • den Spannrahmen auf die benötigte Spannbreite aufziehen, die Trockenanlage des Spannrahmens aufheizen (Arbeiten am Spannrahmen)
  • die Vorgänge an Foulard und Spannrahmen überwachen und kontrollieren
  • Flach- und Rotationsschablonen in der Druckmaschine montieren
  • die Maschinenfunktionen programmieren bzw. einstellen, die Druckmaschine in Betrieb nehmen und den Druckvorgang überwachen und kontrollieren
  • spezielle Oberflächenbehandlungsverfahren bzw. -veredelungsverfahren anwenden, wie Kalandern (Glätten oder Prägen von Stoffen) oder  Gouffrieren (Einprägen von Oberflächenmustern) anwenden
  • auftretende Maschinenstörungen beheben
  • Laboranalysen wie z. B. Dichtebestimmungen,  pH-Wert- und Viskositätsbestimmungen, fotometrische Bestimmungen, Maßanalyse, Wasseranalyse, Faseranalyse durchführen
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